Nützliche Utensilien und Bezugsquellen


Travelcam, Helmkamera, GoPro usw.

Ich bin ja ein Fan der SJCAM Reihe. Zum einen sind die Kameras der GoPro ebenbürtig, in einigen Situationen sogar voraus, zum anderen sind sie weit günstiger im Preis. Die unter „Videos“ liegenden Clips sind alle mit der SJ4000 (ohne WiFi) gemacht worden. (Das derzeitige Topmodel SJ5000 WiFi liegt bei € 150,- inkl. jeder Menge Zubehör. Z.B. alles, was man braucht, um sie am Helm zu befestigen.)

sj4000wifi

In Zukunft werde ich wohl die SJ5000 WiFi nutzen, denn ich habe schon einige Male nicht mitbekommen, dass die Helmcam falsch (Belichtung!) oder garnicht (Akku leer) aufgezeichnet hat. Mit der WiFi Funktion kann man am Smartphone sehen, was die Cam gerade aufnimmt. Dazu braucht man einen Lenkerhalter für Smartphones. Die Cam nimmt 32 GB MicroSD level 10 Cards. Eine reicht für 4 Stunden HD-Aufzeichnung mit 30 p (Frames/Second), also 2 oder 3 kaufen. Wer später Zeitlupe daraus machen will, nimmt 60 p, das kann nur die 5000er Serie und das nimmt auch mehr Speicherplatz auf der MicroSD weg.

Um die 90 Minuten-Grenze für den Akku der Cam zu sprengen, benötigt man einen kleinen externen USB Akku, ein 1,5 m USB-Kabel (Ladekabel für das Handy z.B.) und ein LOCH an der Seite des wasserdichten Kamera-Umgehäuses (im Lieferumfang der SJCAM), um das Kabel dort einführen zu können. Zudem dient dieses Loch der Tonaufzeichnung, da das luft- unnd wasserdichte Gehäuse sonst alle Außengeräusche fast völlig abdämmt.

Den Akku kann man auch zum Laden des Smartphones nutzen (2 Ausgänge).

Hier sind alle aktuellen Infos zu der SJCAM Serie auf Deutsch mit Liefernachweisen (Achtung, z.T. erhebliche Lieferfristen wenn die Ware aus China kommt – bis zu 8 Wochen!)

Fotoapparat

Nachdem meine treue Samsung noch in Manali ihren Geist aufgegeben hatte, weil ich sie auf den Sturzbügel geklemmt als Filmkamera mißbrauchte, gönnte ich mir diese von Sony. Ich bin vollauf zufrieden. Die Bilder sind besser und die Filme sind überragend. Dazu kommen jede Menge Spielereien, von denen ich die Panoramafunktion fleissig benutzt habe, wie man hier sehen kann. Sie kommt mit einer kleinen praktischen Tasche mit Gürtelhalter. Damit hängt sie an meinem Geldgürtel, ist also immer dabei. Volle Kaufempfehlung.

Sony DSC-RX100 - A

Magnetischer kleiner Tankrucksack

Meiner ist von Louis, aber die gibts bestimt auch woanders. Leider aber nicht in Indien, also mitbringen! Der Tankrucksack ist enorm praktisch für die Kleinigkeiten, die zu groß für die Jackentasche sind und ständig gebraucht werden (Akkus, Taschenlampe, Kamera, Schlüssel, Karten, Handy usw.). Außerdem kann man den Helmcam-Akku darin unterbringen, wenn man ein 2 m Kabel hat.

Handyhalter, Gashand-Entlastung

Man sieht auf dem Bild neben dem Tankrucksack auch gut den Handyhalter (s.o.) und die Entlastung für die Gashand (das kleine rote Plastikteil) – das nützt enorm auf Langstrecke, sonst schläft einem leicht mal die Hand ein. Hier die Louis-Version genannt „Throttle Rocker“. Die Uhr auf dem Bremsflüssigkeitsbehälter ist einfach eine mit Sekundenkleber aufgeklebte billige (aber wasserdichte!) Armbanduhr. Es wurde sogar schon mal die Batterie darin getauscht.  Eben indisch!

Klicken = Vergößern

tankrucksack

Navi

Ich hab sie ja nun alle durch (naja, fast, Garmin, TomTom, Goople Maps, zig teure Apps für Android). Das bisher Beste für Indien ist tatsächlich kostenlos und für Android und iPhone verfügbar: SYGIC INDIA. Allerdings ist der Download nur innerhalb Indiens kostenlos (hat man mir erzählt) und das offline Karten-Paket ist fast 1 GB groß. Also rechtzeitig im Hotel über Nacht runterladen. Für Android gibt es das im GooglePlayStore, mit dem iPhone kenne ich mich nicht aus.  Solange wir in der Gruppe fahren, ist das natürlich unnötig, aber wer weiß. Handyhalter nicht vergessen sowie 12V Ladekabel für die Steckdose am Krad. Es macht zudem Spaß, immer mal einen Blick auf die moving Map zu werfen, um zu sehen, was als nächstes kommt. Wer eine GoPro o.ä. benutzt, wird das Handy eh per WiFi gekoppelt am Krad montieren, um die Cam zu überwachen.

KFZ-Netzteil für den Computer

Wer sein Notebook mitnimmt, sollte unbedingt ein 12V-Netzteil dabei haben. Das gibt es in Indien für viele Modelle nicht zu kaufen, ist aber extrem praktisch bei längeren Stromausfällen, die hier gern mal einen halben Tag lang dauern können.

Richtig gutes Panzerband / DUCT Tape

Sowas gibt’s in Indien nicht, aber bei Louis! Braucht man ständig.

Gute Spanngurte

Hier gibt es nur die billigen Spinnen, die halten nicht und leiern schnell aus. Solide ist dieser Zug von Louis (nein, ich kriege keine Provision von denen!)

Eine gute Gepäckrolle

Hier gibt es qualitativ ganz brauchbare von NorthFace und Sonam. Nicht überall, aber in Manali auf jeden Fall. Ansonsten kann ich diese empfehlen.

Brillen

Wer wie ich den Jethelm vorzieht, mag vielleicht an eine Schutzbrille denken. Ich habe zwei davon hier liegen und keine je benutzt. Das liegt daran, daß ich eine recht gute, an meine Sehstärke angepasste Sonnenbrille habe, die etwas gebogen ist und die Augen auch bei 80 km/h noch gut vor Fahrtwind schützt. Die Schutzbrille hab ich auf dem Helm sitzen, sieht cool aus, ist aber für die Katz. Wer sich eine Sonnebrille anfertigen lassen will, soll nicht am falschen Ende sparen. Meine für € 600,- hat polarisierende Gläser (sehr gut bei Gegenlicht) und ist hellorange getönt, so dass ich sie gut auch bei Dämmerung und sogar bei Straßenbeleuchtung nachts einsetzen kann.

12 V-Steckdose

Es gibt eigentlich immer ausreichend Gelegenheit, alles aufzuladen, was man so mitschleppt. Wenn aber doch mal der Strom für 1-2 Tage wegbleibt, ist so eine 12 V-Dose am Krad die Rettung. Einfach vom Bike-Akku Ladung ziehen und alle Stunde mal für 5 Minuten den Motor laufen lassen. Hab ich schon ein paarmal gebraucht. Die Dose wird ruck-zuck am Deckel des Sicherungskastens befestigt. Oder aber die non-invasive Lösung für die Lenkermontage.

Der Latex Überschuh

Unbedingt erforderlich um nasse Füße zu vermeiden. Über die Schutzhose ziehen, er muß eng anliegen, damit kein Wasser eindringen kann, falls man „im Bach“ mal anhalten und evtl. sogar absteigen muss.

Regenbekleidung

Wasserdichte Regencapes gibt es hier zur Genüge, billig und völlig ausreichend. Wer Lust hat, sich zusätzlich zur Schutzkleidung (Kombi) noch in eine enge Regenkombi zu zwängen soll das gern tun. Mir reichen die Plastiküberwürfe die es hier gibt. Regen von oben ist eher selten während der Fahrt, das Wasser „von unten“ ist das Problem.

Tempotaschentücher

Wen das überrascht, der hat noch nicht in einen indischen Tempo-Taschentuch-Clone geschneuzt und den Schnodder unweigerlich in der Hand gehabt. Die billigsten von Aldi sind 10x besser als alles, was es hier gibt. Und man braucht sie ständig. Zudem sind sie leicht – und gut zum Auspolstern von empfindlicher Technik in der Gepäckrolle (für den Flug nach Indien) geeignet. Mindestens eine Großpackung mitnehmen.

Schlafsack

Ich habe mir leider einen dieser „Mount Everest Basecamp“ geeigneten Mumiensäcke für ein Heidengeld zugelegt. Das war ein klarer Fehlkauf. Zum einen wird es nie so kalt, dass die Mumienform einen Vorteil bringen würde, durch die enge Bauform ist sie aber ziemlich unbequem. Zum anderen ist es oft zwar kühl, aber eine gute Daunendecke wäre ausreichend, und ein Mumiensack gibt im offenen Zustand keine gute Decke ab. Zu billig darf er aber auch nicht sein. Billig ist oft schwer, voluminös und bei Luftfeuchtigkeit schwer trocken zu halten. Zudem sind die Verkaufsangaben bezüglich der „Wohlfühltempertur“ schlicht gelogen. Man sollte 5-10 Grad dazu addieren, also bei den zu erwartenden Temperaturen auf dieser Reise sollte der Sack bei um minus 5 Grad „Wohlgefühl“ vermitteln können. Leider ist die Bauform „Mumie“ für alle Exemplare dieser Kategorie wohl Vorschrift, denn ich habe keinen gefunden, der eine rechteckige Decke abgeben würde. Also dann doch mit Klamotten und mit diesem oder diesem hier ins Zelt.